Die Blasenmeridiantechnik – Masterson Method®

Die Blasenmeridiantechnik ist eine sehr effektive Basisübung der Masterson Method®, die dem Pferd hilft Verspannungen zu lösen und die Verbindung zwischen Mensch und Pferd vertieft. Es ist eine der Standard-Techniken, die ich dem Besitzer nach einer ersten Behandlung des Pferdes gerne zeige.

Da man während einer Behandlung viele Informationen bekommt und es häufig hilfreich ist,
wenn man das ein oder andere anschließend noch mal nachlesen kann, habe ich hier die Blasenmeridiantechnik erklärt:

 

 

 

Der Verlauf

Der Blasenmeridian verläuft auf beiden Seiten des Pferdes, beginnend am Auge, verläuft weiter zwischen den Ohren über das Genick, unterhalb des Mähnenkamms, unterhalb des Widerrists über den Rücken, die Lende und Kruppe, an der Außenseite des Hinterbeins entlang bis zum Ting-Punkt auf dem Kronrand an der außen Seite deshinteren Hufes.Da das Pferd die Berührung am Kopf und zwischen den Ohren häufig als unangenehm empfindet, beginnen wir hinter den Ohren und fahren 4-5cm unterhalb des Mähnenkamms und neben den Dornfortsätzen der Brust und Lendenwirbelsäule entlang, über die Kruppe, die Hosenmuskulatur, außen am Sprunggelenk und Röhrbein entlang bis zum Huf.

 

 

Die Geschwindigkeit

Als Richtlinie kann man die Geschwindigkeit nehmen, die man braucht um mit den Fingern in 7 Sekunden über den eigenen Handrücken zu fahren.
Man kann aber auch 1 Heuballen, 2 Heuballen, 3 Heuballen...zählen.

 

Die Berührung

Bei der Blasenmeridiantechnik arbeiten wir mit der „Berührung mit Zwischenraum“, d.h. wir berühren maximal die Haarspitzen.
(Bei Pferden mit z.B. starken Verspannungen im Bereich des Genicks und damit einhergehender Berührungsempfindlichkeit, kann dieser Zwischenraum auch mal bei 1-2 cm oder mehr ausfallen).

 

 

Die „Verweil“-Zeichen

Bei der Masterson Method® achtet man auf die sehr subtilen Zeichen die uns die Pferde zeigen, wie z.B. das Zwinkern der Augen oder das Zittern der Lippen. Wenn man mit der Hand den Blasenmeridian entlang geht und die Augen des Pferdes blinzeln so, so zeigt das Pferd damit an wo die Verspannungen liegen und man verweilt an diesem Punkt und wartet was passiert. Ist man sich unsicher, ob das aktuelle Blinzeln etwas mit der Position der Hand zu tun hat, so beginnt man etwas vorher und überfährt wieder den Punkt. Blinzelt das Pferd erneut, so kann am ziemlich sicher sein, dass es sich „lohnt“ dort zu verweilen und mit weicher Hand abzuwarten was passiert.

 

Die „Lösungs“-Zeichen


Hat man den Punkt gefunden, so wartet man ab und beobachtet sehr genau das Gesicht des Pferdes. Häufig beginnt der Prozess des „Verarbeitens“ mit einem Zittern in der Unterlippe, es kann aber auch an anderen Stellen im Gesicht ein kleines Zucken zu beobachten sein.

Vielleicht ist das Auge auch halb zu, oder es blinzelt ganz langsam.
Manchmal sieht man auch das „Dreieck“ über dem Auge und es sieht aus, als ob das Pferd etwas verwundert über die ganze Aktion ist. All diese Zeichen bedeuten, dass man warten und beobachten sollte was weiter passiert.

Sehr häufig erfolgt dann bald ein Abkauen mit einem Lecken der Zunge und manchmal ein oder mehrere herzhafte Gähner. Es kann auch sein, dass das Pferd schnaubt und sich schüttelt. All das sind Zeichen, dass sich etwas im Pferd gelöst hat und man den nächsten Punkt suchen kann.

 

Während meiner Ausbildung zur Masterson Method® Therapeutin, sagte Jim Masterson, dass es sein Ziel sei, dass jedes Pferd auf dieser Welt einmal in seinem Leben in den Genuss der Blasenmeridiantechnik kommen solle.

Ich finde das ist ein schönes Ziel und lade Sie herzlich ein es auch mal zu probieren!